Die Suche nach einem geeigneten Haus geht weiter

Nachdem Mittwoch und Donnerstag, zwar nicht wirklich ins Wasser gefallen sind, allerdings das Wetter nicht an den Strand eingeladen hat, ist seit Freitag wieder alles in Ordnung. Die Sonne lacht mehr oder weniger regelmäßig und wir achten darauf Sonnenbrand nach Möglichkeit zu vermeiden.

Die beiden Regentage, oder besser die beiden  Tage mit weniger Sonne, konnten wir nutzen um ein paar Häuser aus dem Internet rauszusuchen und Kontakt mit einem Makler und einem Notar aufzunehmen. Wir konnten feststellen, dass die meisten Häuser gar nicht über Immobilienmakler verkauft werden, sondern in der Hauptsache durch Notare.

Hier Beispiele von Notaren in der Bretagne / Audierne bei denen wir fündig geworden sind:

Bei beiden Notaren konnten wir sehr kurzfristig einen Termin für eine Hausbesichtigung bekommen. Ich weiß nicht wie die Besichtigungen woanders ablaufen, aber in Frankreich wird scheinbar viel Wert auf Diskretion gelegt. Wir konnten uns nicht am Haus treffen, weil wir nicht wussten wo das Haus steht.

Wir trafen uns mit dem Mitarbeiter des Notars auf dem Parkplatz des Carrefour in Plouhinec und folgten ihm dann zum Haus. Die erste Besichtigung war etwas unheimlich, da sich beim Gang durch das Haus der Verdacht aufdrängte, dass da noch jemand hauste. Wir begannen in der Garage, gingen weiter zum Keller, von dort aus in den Garten, weiter hoch ins Ergeschoss („sur sous-sol“ heisst nicht, dass man in den Keller nach unten geht). Hier war nicht mehr zu übersehen, dass irgendjemand das Haus bewohnt, Handy, Internetanschluss, Telefon, Fernseher… ein bisschen seltsam. Der Makler erzählte uns dann auch, dass die Dame wohl noch den Keller benutzt (hier war die Küche allerdings mit Geschirr überhäuft), allerdings war das ganze Haus wohl noch von ihr bewohnt. Die Frage nach einem etwaigen Wohnrecht wurde vom Makler strikt verneint (wenn wir das Haus kaufen muss sie ausziehen), allerdings wissen wir nicht wie die Rechtslage in Frankreich ist und wie man gegebenenfalls jemand aus dem Haus bekommt wenn er nicht ausziehen will. Außerdem – will man das, als Ausländer ein Haus in einem kleinen Ort kaufen und dann womöglich einen Einheimischen aus seinem Haus klagen, ihn rausschmeißen? Das Bad war abenteuerlich.

Der Zustand dieses Hauses:

  • schöne Aufteilung der ursprünglichen Räume
  • im ursprünglichen Bau war kein Bad enthalten, deswegen ein Bad und Dusche in einem niedrigen Anbau über der Garage
  • ein teilweiser Anschluss an die Kanalisation war wohl schon gemacht, allerdings war die „fosse septique“ – die Klärgrube – nach wie vor in Gebrauch und die meisten der sanitären Anlagen waren dort angeschlossen. Die Abwasser-Entsorgung müsste also von der Klärgrube weg in die Kanalisation geleitet werden. Kostenschätzung ca. 5.000 – 8.000 €.
  • hinter dem Bad war ein weiterer Raum über der angebauten Garage in dem allerdings ein Brett der Profilholzdecke abgenommen war, dort konnte man sehen, dass die Feuchtigkeit, die die Tapeten von den Wänden löste, auch vor dem Holz in der Decke nicht halt gemacht hatte. Ein Balken wäre dort auf jeden Fall auszutauschen gewesen
  • der Garten direkt vor dem Haus ist nicht schlecht, allerdings allseitig von einer mannshohen Mauer umgeben

Alles in allem will sich keine rechte Begeisterung für das Haus einstellen, der einzige Lichblick ist die ruhige Lage.

Na dann, suchen wir halt weiter…

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