Strom, Wasser, Telefon

17.01.2018

Sollte jemand in die Verlegenheit kommen Strom, Wasser und einen Festnetz-Anschluss zu wollen, sollte er sich erstmal eine Französische Telefonnummer zulegen. Aber der Reihe nach.

Strom

Die Vorbesitzer des Hauses hatten einen Vertrag mit edf – der noch nicht gekündigt war, also mal sehen ob wir den Vertrag nicht einfach übernehmen können. Tatsächlich, den Vertrag konnte ich nicht direkt übernehmen, aber der Vorgang eines „Umzugs“ in ein bestehendes Haus erfüllte alle Vorraussetzungen. Die einzige Schwierigkeit – alle französischen Formulare bestehen auf einer französischen Telefonnummer. Wie ich jetzt weiß wäre es am einfachsten gewesen einen französischen Prepaid-Vertrag abzuschließen – was ich in der Zwischenzeit habe. Zu diesem Zeitpunkt blieb nur die Option – irgendeine Nummer anzugeben (zwingend 10 Stellen) und dann die Service-Hotline per mail zu bitten die Telefonnummer in eine deutsche Nummer abzuändern.
Ging leider alles nicht ohne telefonischen Kontakt, bei dem ich wieder Blut und Wasser geschwitzt habe, weil wir uns natürlich bemühen langsam zu sprechen, das Bemühen aber den zweiten gesprochenen Satz nicht überdauert. Problemlos sollte die Bankverbindung sein, dachte ich, bin ich doch stolzer Besitzer eines französischen Kontos. Nix war’s, erst als ich mein deutsches Konto angegeben habe, funktionierte der Abschluss mit einem Sepa-Mandat. Lustigerweise ging die erste Abbuchung dann doch vom französischen Konto ab, erst ab der Zweiten geht’s jetzt vom deutschen Konto ab.

Wasser

Beim Wasser konnte ich auf keine Unterlagen zurückgreifen, allerdings war es bei Veolia relativ einfach – vielleicht auch weil ich einiges von edf bereits kannte. Also Umzug in dieses Haus, Zählerstand, RIB / Sepa-Mandat, auch hier – nicht auf Anhieb aber nach einem weiteren Telefonat hat auch das geklappt.

Telefon

Nach einigen Recherchen konnte ich einen relativ günstigen Anbieter rausfinden und wir haben beschlossen uns einen Tag in Haguenau zu gönnen da es dort ein Büro / Geschäft dieses Anbieters gibt. Den Namen finde ich absolut unaussprechlicher, ich habe noch nicht mal eine Idee wie er ausgesprochen werden könnte: BOUYGUES. In Haguenau angekommen stellen wir fest – der Laden hat eben für die Mittagspause geschlossen – wer lesen kann ist klar im Vorteil, also ein kleines Lokal gesucht, raus aus dem Mistwetter und was für’s leibliche Wohl getan. Nach erfolgreichem Mittagessen kommen wir gleich dran und der nette junge Mann bemüht sich tatsächlich langsam zu sprechen. Nach einer Stunde sind wir endlich fertig und stellen fest, zum Beantragen eines Telefonanschlusses brauchen wir eine französische Festnetz-Telefonnummer. Damit wir vom Techniker erreicht werden können, brauchen wir eine französische Mobiltelefonnummer. Hat dann auch alles geklappt, die RIB konnte ich mir im Geschäft runterladen und ausdrucken, die Kreditkarte reicht dafür in nicht, weil auf der Kreditkarte natürlich die Kontonummer nicht draufsteht. Hätte man sich denken können.

Bei meiner tollen Prepaid-Karte werde ich dann, sobald ich wieder in Frankreich bin, die Mailbox einrichten, das geht nähmlich scheinbar aus dem Ausland nicht. Irgendwie blöd wenn mann die Mitteilung bekommt dass man Nachrichten hat und sie nicht abrufen kann, weil die PIN für die Mailbox nur im französischen Netz eingerichtet werden kann.

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